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  • AutorenbildPeter Geisler

Techniken in der Osteopathie – das Wichtigste im Überblick

Osteopathie ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode, die darauf abzielt, den Körper als Einheit zu betrachten und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu fördern. Dazu stehen uns als Osteopath*innen unterschiedliche Techniken zur Verfügung, von denen jede ganz bestimmte Vorteile und Anwendungsgebiete hat.


In diesem Artikel werden wir uns mit den verschiedenen Osteopathie-Techniken befassen, die zur natürlichen Schmerzlinderung eingesetzt werden. Von der craniosacralen Therapie bis zur viszeralen Manipulation – wir werden einen umfassenden Überblick über diese Techniken geben.





Einführung in die Osteopathie


Die Osteopathie ist eine alternative medizinische Praxis, die darauf abzielt, Schmerzen und Funktionsstörungen im Körper durch manuelle Techniken zu behandeln. Sie wurde im späten 19. Jahrhundert von Andrew Taylor Still entwickelt und basiert auf der Überzeugung, dass der Körper in der Lage ist, sich selbst zu heilen, wenn alle Systeme im Gleichgewicht sind.


Die Osteopathie betont die Bedeutung des Zusammenspiels zwischen Knochen, Muskeln, Nerven, Gewebe und Organen. Durch sanfte Manipulation und Mobilisierung dieser Strukturen zielt sie darauf ab, die normale Funktion wiederherzustellen und Schmerzen zu lindern. Dadurch ergeben sich zahlreiche Anwendungsgebiete für Osteopathie.



Craniosacrale Technik


Die craniosacrale Technik konzentriert sich auf den Schädel (Cranium) und das Kreuzbein (Sacrum) und deren Verbindung über die Wirbelsäule. Sie basiert auf dem Konzept, dass sich rhythmische Pulsationen im Gewebe des zentralen Nervensystems befinden und diese Pulsationen Auswirkungen auf die Gesundheit haben.


Während einer craniosacralen Behandlung verwenden Osteopath*innen sanfte Berührungen und Druck, um Spannungen und Blockaden im Gewebe zu lösen. Diese Technik kann bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt werden, darunter Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Stress und Schlafstörungen.



Viszerale Manipulation


Die viszerale Manipulation befasst sich mit den Organen und ihren umgebenden Geweben. Sie zielt darauf ab, die Beweglichkeit der Organe zu verbessern und Spannungen oder Verklebungen zu lösen. Indem die Funktion der Organe optimiert wird, können Beschwerden wie Verdauungsstörungen, Atembeschwerden und Rückenschmerzen reduziert werden.


Während einer viszeralen Manipulation verwenden Osteopath*innen sanfte Techniken, um das Gewebe um die Organe herum zu mobilisieren und Spannungen zu lösen. Diese Technik kann eine effektive Ergänzung zu anderen osteopathischen Behandlungen sein.



Faszientechniken


Faszien sind das kollagenhaltige Bindegewebe, das den gesamten Körper durchdringt. Sie umgeben Muskeln, Knochen, Nerven und Organe und spielen eine wichtige Rolle bei der Unterstützung und Beweglichkeit dieser Strukturen.


Faszientechniken konzentrieren sich auf die Mobilisierung und Stärkung des faszialen Gewebes. Durch sanfte Dehnung, Druck und Manipulation der Faszien können Osteopath*innen Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern.




Strukturelle Integration


Die strukturelle Integration ist eine Technik, die darauf abzielt, das Körperbewusstsein und die Ausrichtung zu verbessern. Durch gezielte Manipulation und Bewegungstraining werden Körperhaltung und Bewegungsmuster optimiert.


Osteopath*innen, die strukturelle Integration anwenden, arbeiten mit dem Körper als Ganzes und betrachten die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Bereichen. Diese Technik kann bei chronischen Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Haltungsproblemen wirksam sein.



Triggerpunkt-Therapie


Triggerpunkte sind lokalisierte Bereiche der Muskelspannung, die Schmerzen und Unbehagen verursachen können. Die Triggerpunkt-Therapie befasst sich mit der Identifizierung und Behandlung dieser Punkte, um Schmerzen zu lindern und die normale Muskelfunktion wiederherzustellen.


Während einer Triggerpunkt-Therapie verwenden Osteopath*innen manuellen Druck, um die Spannung in den betroffenen Muskeln zu reduzieren. Diese Technik kann bei Muskelschmerzen, Verspannungen und Bewegungseinschränkungen wirksam sein.



Überblick – Wichtige Techniken der Osteopathie auf einen Blick


Hier haben wir noch einmal wichtige Techniken in der Osteopathie übersichtlich für Sie zusammengefasst:


  • Mobilisation: Hierbei werden sanfte Bewegungen und Dehnungen eingesetzt, um die Beweglichkeit der Gelenke und Gewebe zu verbessern.

  • Manipulation: Eine Technik, bei der Osteopath*innen mit schnellen, gezielten Bewegungen arbeiten, um eingeschränkte Gelenke oder Blockaden zu lösen.

  • Faszientechniken: Die Faszien sind Bindegewebsstrukturen im Körper, und Techniken wie Myofasziale Release helfen dabei, Spannungen und Verklebungen zu lösen.

  • Muskelenergietechniken: Hierbei werden bestimmte Muskelgruppen gezielt aktiviert oder entspannt, um die Gelenkbeweglichkeit zu verbessern.

  • Viszerale Techniken: Diese Techniken zielen darauf ab, die Beweglichkeit der inneren Organe zu optimieren und deren Funktion zu unterstützen.

  • Kraniosakrale Techniken: Durch sanfte Manipulation des Schädels und des Kreuzbeins wird das craniosacrale System beeinflusst, was sich auf das Nervensystem und andere Körpersysteme auswirken kann.

  • Lymphdrainage: Eine Technik zur Verbesserung des Lymphflusses, die bei der Entgiftung und Entstauung des Gewebes hilft.

  • Strain-Counterstrain: Dabei werden schmerzhafte oder eingeschränkte Bereiche gefunden und durch eine spezielle Positionierung des Körpers gelindert.

  • Jones-Techniken: Hierbei handelt es sich um mobilisierende Techniken, um eingeschränkte Gelenke zu befreien.

  • Craniosacrale Therapie: Eine spezielle Form der Kraniosakralen Techniken, die sich auf das craniosacrale System konzentriert und das autonome Nervensystem beeinflussen kann.

  • Triggerpunkt-Therapie: Diese Technik konzentriert sich auf die Behandlung von Triggerpunkten, die lokalisierte Bereiche von Muskelverhärtungen oder -knoten sind. Durch gezielten Druck auf diese Punkte können Schmerzen und Verspannungen gelindert werden.



Osteopathie bei Physio Central


Osteopathie-Techniken bieten eine wirksame Möglichkeit zur natürlichen Schmerzlinderung und zur Verbesserung der Körperfunktion. Von der craniosacralen Therapie über die viszerale Manipulation bis hin zu Faszientechniken und struktureller Integration gibt es eine Vielzahl von Techniken, die in unserer Praxis für Osteopathie und Physiotherapie zum Einsatz kommen.


Welche Behandlungstechnik die richtige für Sie ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Unsere erfahrenen Osteopath*innen stellen für Sie einen individuellen Behandlungsplan zusammen, der Ihre spezifischen Beschwerden berücksichtigt. Durch individuelle Behandlungskonzepte und die richtige Mischung aus unterschiedlichen Techniken wollen wir Ihnen zu mehr Gesundheit und Lebensqualität verhelfen.





FAQ


Ist die Osteopathie für jeden geeignet?


Ja, die Osteopathie kann sich für Menschen in verschiedenem Alter, mit unterschiedlichen Beschwerden und Vorerkrankungen eignen. Es ist jedoch ratsam, vor der Behandlung eine*n qualifizierte*n Osteopath*in zu konsultieren, um festzustellen, ob die Osteopathie die richtige Wahl für Ihre spezifische Situation ist.


Wie lange dauert eine osteopathische Behandlung?


Die Dauer einer osteopathischen Behandlung kann je nach den individuellen Bedürfnissen und der Art der Techniken variieren, die angewendet werden. In der Regel dauert eine Sitzung zwischen 45 Minuten und einer Stunde.


Sind osteopathische Behandlungen schmerzhaft?


Osteopathische Behandlungen sind in der Regel schmerzfrei oder verursachen nur minimale Beschwerden. Osteopath*innen arbeiten mit sanften Techniken und passen die Behandlung an den Komfort des Patienten an.


Sind osteopathische Behandlungen von Krankenversicherungen abgedeckt?


Die Abdeckung von osteopathischen Behandlungen durch Krankenversicherungen kann je nach Land, Versicherungsplan und individuellen Bedingungen variieren. Es ist ratsam, sich vor der Behandlung bei Ihrer Krankenversicherung nach der Abdeckung zu erkundigen. Gerne können Sie sich bei uns zu den Kosten und der Abdeckung durch Kranken- und Krankenzusatzversicherungen erkundigen.



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